Besonderheiten der Fix-BARF und Fix-BAF Komplettmenüs für Katzen

Die gesunde und artgerechte Ernährung von Katzen ist in den letzten Jahren vermehrt zu einem wichtigen Thema unter Katzenhalter:innen geworden. Dabei hat vor allem die BARF-Ernährung an enormer Bedeutung gewonnen. Diese bietet viele Vorteile und trägt dazu bei, dass dein Stubentiger ein langes und gesundes Leben führen kann.

Unsere servierfertigen Fix-BARF Komplettmenüs erfüllen natürlich alle positiven Eigenschaften einer Rohfleischfütterung und bieten dir gleichzeitig auf einzigartige Weise eine Möglichkeit, deine Katze ausgewogen und unkompliziert zu barfen. Bei Fix-BARF handelt es sich nicht um normale Komplettmenüs, wie man sie vielfach auf dem Markt findet, sondern um bedarfsdeckende Alleinfuttermittel. Das bedeutet, dass die Menüs alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Menge enthalten. Dafür werden alle tierischen und pflanzlichen Bestandteile im richtigen Verhältnis vermengt und mit essentiellen Supplementen in der notwendigen Menge ergänzt. Die Menüs entsprechen somit auch den gesetzlichen Anforderungen an ein Alleinfuttermittel.

Für unsere Fix-BARF und Fix-BAF Komplettmenüs wird jedes Rezept einzeln berechnet und so supplementiert, dass es die Bedarfswerte für Katzen erreicht und somit bedarfsdeckend ist.

Schädliche Nährstoff-Pre-Mixe in industriellen Komplettmenüs

Industriell gefertigte Futtermittel werden bei der Herstellung mit sogenannten Pre-Mixen versehen, die es als Fertigmischungen zu kaufen gibt. Der Hersteller gibt immer dieselbe Menge desselben Pre-Mixes in seine Rezepturen. Damit stellt er sicher, dass er die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt. In der Regel wird Vitamin D3, Vitamin A, Vitamin E, Jod, Mangan, Zink und Selen supplementiert. Auf B-Vitamine wird verzichtet, sie gehen durch den Kochprozess verloren. Das bedeutet, dass jedes Alleinfuttermittel aus industrieller Produktion nicht ausreichend B-Vitamine enthält. Beim Hund ist das nicht so gravierend, denn er bekommt noch Obst und Gemüse, Niere, Pansen etc., die B-Vitamine enthalten. Bei der Katze sieht das aber ganz anders aus, denn sie frisst diese Komponenten nicht oder nicht in ausreichender Menge und ist somit darauf angewiesen, dass die B-Vitamine in ausreichender Menge supplementiert werden.

Doch nicht nur bei den B-Vitaminen schneiden die Pre-Mixe der Futtermittelindustrie schlecht ab. Mit dieser Vorgehensweise wird außerdem weder das erforderliche Calcium/Phosphor-Verhältnis von 1,15/1 noch das erstrebenswerte Kalium/Natrium-Verhältnis von 2/1 erreicht. Der Gesetzgeber lässt beim Calcium/Phosphor-Verhältnis sogar einen Wert bis 2/1 zu - unabhängig von der Gesamtmenge an Calcium und Phosphat, die im Rezept enthalten ist. Das Kalium/Natrium-Verhältnis wird gar nicht erst berücksichtigt.

Einige Futtermittel haben enorme Mengen an Kalium und Natrium in ihren Rezepten. Da aber nur das Verhältnis beurteilt wird und nicht die Gesamtmenge, werden diese trotzdem unter Umständen als gutes Alleinfuttermittel bewertet. Große Mengen an diesen beiden Nährstoffen stehen jedoch im Verdacht, unter anderem Nierenerkrankungen zu befördern. Gleiches gilt für den Jodgehalt. Jod scheint vermutlich mit dafür verantwortlich zu sein, dass es eine steigende Zahl an Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion gibt.

Durch die Verwendung des immer gleichen Pre-Mixes für unterschiedliche Futtermittel kann es also zu deutlich erhöhten Nährstoffwerten kommen, was zum Teil gravierende Folgen haben kann. Ein Hersteller hat in der Regel mindestens sechs bis acht Sorten an Futter im Sortiment. Alle Sorten erhalten denselben Pre-Mix in derselben Dosierung. Dabei ist es für den Hersteller oft unerheblich, ob in der Rezeptur zum Beispiel Schlund mit Anteilen der Schilddrüse (enthält viel Jod) oder Fisch (enthält viel Jod und Vitamin D3) verarbeitet wird. Der Pre-Mix wird auch dann immer gleich dosiert, wenn Knochen verwendet werden oder Leber in der Rezeptur vorgesehen ist. Das führt dazu, dass regelmäßig industriell produzierte Futtermittel extrem hohe Werte an Vitamin A, Vitamin D3 und Calcium aufweisen.

Gesetzlich sind nur zwei Werte nach oben hin reglementiert:

  • Vitamin A: 30.000 IE pro kg Futter (Mindestbedarf lt. FEDIAF* 208 IE pro 4-kg-Katze)
  • Vitamin D3: 2.000 IE pro kg Futter (Mindestbedarf lt. FEDIAF 16 IE pro 4-kg-Katze)

*FEDIAF steht für die europäische Heimtiernahrungsindustrie. Von dieser werden die Leitlinien für Futtermittel herausgegeben. Die Organisation hat ihren Sitz in Brüssel.

Die FEDIAF äußert sich wie folgt zu der Ernährung von Katzen:

Eine Katze braucht fast doppelt so viel Protein wie ein Hund. Vitamin A ist notwendig, aber in sehr genauen Grenzen. Zu viel Leber (reich an Vitamin A) kann schädlich sein. Das falsche Gleichgewicht der essenziellen Fettsäuren nimmt dem Fell einer Katze den Glanz. Taurin – eine vitaminähnliche Substanz – ist wichtig, um Augen- und Herzkrankheiten vorzubeugen.

Hier wird also deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass Vitamin A nur in geringen Mengen notwendig und sinnvoll ist. Trotzdem ist die gesetzliche Obergrenze derart hoch und die Zugabe in viel zu großen Mengen erlaubt.

Auf die essentiellen Fettsäuren wird in dem Leitfaden nur am Rande eingegangen. Für die Katze sind das Linolsäure, Arachidonsäure, EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Diese Fettsäuren sind in den meisten industriellen Futtersorten jedoch nicht in ausreichender Menge oder im falschen Verhältnis enthalten. Dies liegt vor allem daran, dass dort Fleisch von Nutztieren aus der Massentierhaltung verarbeitet wird. Dieses hat im Gegensatz zu Fleisch von Tieren aus artgerechter bzw. Bio-Haltung einen deutlich geringen Gehalt an essentiellen Omega-3-Fettsäuren.

Zur Deckung des Bedarfes an Omega-3- und -6-Fettsäuren enthalten all unsere Fix-BARF-Menüs, die nicht aus Rindfleisch bestehen, daher zusätzlich Lachsöl.

Bedarfsdeckende BARF-Mahlzeiten selbst zusammenstellen

Wenn Barfer zuhause die Nahrung für ihre Katzen selbst herstellen, dann haben sie immer ein Rezept zur Hand. Dieses stammt entweder aus einschlägigen Foren, von Ernährungsberater:innen oder wurde selbst berechnet. Grundsätzlich werden die Rezepturen alle nach dem gleichen Prinzip erstellt: die Bedarfswerte der Katze vom NRC (National Research Council) werden der Berechnung zugrunde gelegt. Die NRC legt die Bedarfswerte für die Futtermittelindustrie fest – auch für die FEDIAF. Für die einzelnen Rezeptbestandteile werden die Nährstoffwerte ermittelt, wofür wir zum Beispiel folgende Quellen nutzen:

  • Bundeslebensmittelschlüssel
  • Nährstofftabellen Souci, Fachmann + Kraut
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Studienarbeiten (zum Beispiel zum Tauringehalt von Futtertieren)
  • konkrete Analysen (zum Beispiel zu Rinderbrustbein)

Die ermittelten Nährstoffwerte der einzelnen Rezeptbestandteile werden anschließend zusammengerechnet. Die Differenz, die sich aus der Menge eines einzelnen Nährstoffes und dem entsprechenden Bedarfswert ergibt, muss dann supplementiert werden. Auf diese Weise wird hausgemachtes BARF für Katzen bedarfsdeckend hergestellt.

Schnell & einfach Barfen mit Fix-BARF

Unsere Fix-BARF-Komplettmenüs vereinen die Vorteile von industriellem Fertigfutter und hausgemachten BARF. Sie sind nach individuellen Rezepten mit jeweils eigenen Nährstoffberechnungen hergestellt und entsprechen trotzdem den gesetzlichen Anforderungen an ein Alleinfuttermittel. Das hat den großen Vorteil, dass die Katze definitiv nur die Nährstoffe zugeführt bekommt, die sie tatsächlich benötigt - und zwar in der richtigen Menge und im richtigen Verhältnis. Das wiederum schont die Nieren und Leber, die sonst die überschüssigen Zusätze wieder ausscheiden müssten. Gleichzeitig ist die Fütterung kinderleicht und genauso unkompliziert, wie eine Dose Nassfutter zu öffnen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass beim Barfen viele Nährstoffe mit natürlichen Supplementen zugeführt werden können. Diese natürlichen Nährstofflieferanten sind beispielsweise Blut, Seealgenmehl, Eierschalenpulver und Knochenmehl. Im Vergleich zu synthetischen Präparaten haben sie eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit und können somit besser von der Katze verwertet werden. Aus diesem Grund verwenden wir in unseren Fix-BA(R)F-Menüs auch möglichst viele natürliche Zusätze.

Die Bioverfügbarkeit ist außerdem der entscheidende Punkt, warum die Bedarfswerte aus der Literatur für BARF-Mahlzeiten nur bedingt genutzt werden können. Die Bedarfswerte des NRC wurden beispielsweise auf der Basis von Fertigfutter mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten, also auch Getreide, berechnet. Darin enthalten ist die sogenannte Phytinsäure, die die Aufnahme einiger Nährstoffe wie Calcium und Zink hemmt. In BARF-Mahlzeiten jedoch haben wir kein Getreide und kaum Kohlenhydrate. Somit ist auch kein Stoff enthalten, der die Nährstoffaufnahme negativ beeinflussen kann. Die Bioverfügbarkeit ist bei BARF somit höher, was bedeutet, dass grundsätzlich auch nur eine geringere Menge an Nährstoffen notwendig ist, um den Bedarf zu decken.

Bei Fertigfutter wird dies nicht berücksichtigt. Zwar geht auch in der Industrie der Trend immer mehr weg vom Futter mit viel Getreide und Kohlenhydraten, der Pre-Mix, der zugefügt wird, ist jedoch immer noch überall der gleiche. Somit werden den Katzen viel höhere Mengen an Nährstoffen zugeführt als nötig, was alles andere als positiv oder sinnvoll ist.

Eine echte Alternative zu industriell hergestelltem Futter stellt unser Fix-BAF dar. Dieses wird wie unsere rohen Komplettmenüs nach individuellen Rezepten hergestellt und anschließend schonend gegart. Einziger Unterschied: hier werden zusätzlich noch B-Vitamine vor dem Kochvorgang hinzugegeben - und zwar in ausreichender Menge, sodass diese auch nach dem Kochen noch ausreichend zur Verfügung stehen.

Wie du siehst, haben unsere Komplettmenüs deutliche Vorteile gegenüber industriell gefertigten Futtermitteln. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung deiner Katze funktioniert damit kinderleicht. Probiere es jetzt selbst aus und verwöhne deine Katze mit leckeren rohen oder gegarten Menüs in unterschiedlichen Sorten.