Zusammensetzung des Fix-BARF-Nierenspezialfutters

Liebe Leserinnen und Leser, die Nachfrage nach Fix-BARF Nierenfutter war in den vergangenen Monaten groß. Nachdem nun 8 Fix-BARF basic und 3 Fix-BARF pur – Rezepte im Ebarf Onlineshop erhältlich sind, wurden nun die ersten drei Nierenspezialrezepturen hergestellt und sind ebenfalls im Online-Shop von Ebarf als „Fix-BARF-Menü renal“ erhältlich.

Zu kaufen sind zunächst die Sorten Rind/Pute, Huhn/Rind und Ente/Huhn, bei denen es sich um Futter für Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen handelt.

Warum ist überall Geflügel enthalten? Nun, zum einen, weil es sich bei Geflügelfleisch um besonders hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß handelt. Zum anderen, weil Katzen meist gerne Geflügel fressen und das ist besonders wichtig, denn nierenkranke Katzen werden oft von Übelkeit und Sodbrennen geplagt und das macht sie besonders wählerisch bei der Futteraufnahme. Und das wichtigste bei diesen kranken Tieren ist doch, dass sie fressen, um nicht weiter abzubauen und mehr Probleme mit dem Wasserhaushalt zu bekommen.

Das Besondere an Fix-BARF renal Nieren-Menüs:

  • Anders als herkömmliches Nierenfutter ist Fix-BARF renal völlig getreidefrei und enthält – abgesehen von den nötigen Ballaststoffen (die in rohem Zustand nicht vom Körper aufgeschlossen werden können) und Pektin (Bindemittel, gewonnen aus reifen Äpfeln, es hemmt die Entstehung von Ammoniak und Harnstoff im Dickdarm) – keine Kohlenhydrate. 

  • Es sind auch keine sonstigen pflanzlichen Bestandteile oder Zusatzstoffe enthalten. Der Ballaststoffanteil ist erhöht auf 10 %. Verwendet wird Kürbis um den häufig vorkommenden Magen-Darm-Problemen bei nierenkranken Katzen etwas vorzubeugen. Kürbis wirkt sehr beruhigend und unterstützend auf die Darmfunktion und Verdauung. Da Katzen in aller Regel eher zu Verstopfung neigen, wird dies – nach eigenen Erfahrungen – gut vertragen. 

  • Der Phosphorgehalt ist deutlich reduziert um etwa 30 % des Bedarfswertes, (Reduktion des Phosphatgehaltes auf 170 mg/MJ UE (Megajoule Umsetzbare Energie), also auf ca. zwei Drittel des Erhaltungsbedarfs. Mit dieser Maßnahme werden die Nieren deutlich entlastet.

  • Der Calciumgehalt ist so berechnet, dass ein noch günstiges Ca/P (Calcium/Phosphor) Verhältnis von 1,4/1 erhalten bleibt, trotz deutlicher Reduktion des Phosphors. 

  • Der Eisenbedarf ist bei Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen in der Regel höher als bei gesunden Tieren, häufig entwickelt sich unter der Erkrankung eine Anämie. Deshalb wurde in den Rezepten die Eisenzufuhr erhöht auf 150 % 

  • Das Kalium wurde nicht erhöht, der Natriumgehalt angepasst an ein Verhältnis von Ka/Na von 1,9 bis 2,1/1 – damit ein etwas verringerter Natriumgehalt möglich war bei stabilem Ka/Na-Verhältnis. 

  • Der Eiweißgehalt ist bedarfsdeckend (und somit nicht zu hoch!) Die Fix-BARF renal-Menüs sind auf ca. 15 g verdauliches Rohprotein je MJ UE (Millijoule umsetzbare Energie) eingestellt. Da die Nierenmenüs mit hochwertigem und hochverdaulichem Muskelfleisch zubereitet werden und – bis auf die Ballaststoffe und Pektin – ausschließlich aus tierischen Produkten besteht, ist die Akzeptanz der Katzen auf dieses Futter gut bis sehr gut. 

  • Es werde keine bindegewebshaltigen Fleischsorten (z.B. Nackenfleisch, Schlundfleisch, Mägen etc.), keine Sehnen, Knorpel und anderes verwendet, somit bleibt durch Verwendung von hochwertigem tierischen Eiweiß die Menge an Stickstoffverbindungen im Darm und somit die Menge des durch bakterielle Abbauprozesse durch die Darmflora entstehenden Ammoniaks im Dickdarm auf ein Minimum beschränkt. Die zusätzliche Gabe von fermentierbarem Pektin hemmt außerdem die Entstehung von Ammoniak und Harnstoff. 

  • Durch die Erkrankung der Nieren (Verminderung der Resorption und Verstärkung des Urindurchflusses) werden vor allem wasserlösliche Vitamine aus dem Körper ausgeschwemmt und somit besteht ein erhöhter Bedarf an den B-Vitaminen, Biotin und Folsäure. Der erhöhte Bedarf dieser Vitamine wurde in den Rezepturen berücksichtigt. 

  • Um der Polyurie (verstärkter Harnabsatz) bei nierenkranken Katzen entgegenzuwirken, wurde mehr Feuchtigkeit in der Rohfleischmahlzeit untergebracht. Um diesen Effekt noch zu verstärken können Sie die Fix-BARF renal-Menüs mit ca. 30 ml warmen Wasser (max. 35 Grad – wegen der Vitamine) anrühren, ehe sie sie verfüttern. 

  • Der Energiegehalt durch Fett ist in den Fix-BARF renal-Menüs erhöht (jedoch nicht der Gesamtenergiegehalt in der Portion!). Damit geht ein erhöhter Vitamin-E-Bedarf einher (Antioxidans) aber auch eine verringerte Eiweiß- und Phosphatmenge im Rohfleischmenü. In den Nierenmenüs ist eine 50 % über dem Bedarf liegende Menge an Vitamin E enthalten. Durch den erhöhten Fettgehalt in der Rezeptur steigt die Akzeptanz, Katzen mögen Fett sehr gerne, er ist ein Geschmacksträger. 

  • Um eine Phosphatmenge unterhalb des Bedarfs zu erreichen, wird Eiklar eingesetzt. Dabei handelt es sich um hochverdauliches Eiweiß, das kein Phosphat enthält. Das Eiweiß (bzw. Eiklar) enthält im rohen Zustand ein Protein, das die Aufnahme des für die Katze sehr wichtigen Vitamin Biotin hemmt. Deshalb wird das Eiweiß für unsere Nierenrezepturen gegart und dann ins Menü gegeben. 

  • Der Anteil an Lachsöl (viel Omega 3 – Fettsäuren) beträgt 2 g / pro KG Futter


Besondere Hinweise:
Grundsätzlich wird ein Nierenfutter bei chronischen Nierenerkrankungen erst auf Anraten des Haustierarztes mit vorheriger Diagnose und Einschätzung der Schwere der Erkrankung eingesetzt. Bitte füttern Sie die Nierendiät nicht länger als 6 Monate am Stück – suchen Sie spätestens dann Ihren Haustierarzt zur Kontrolle auf. Katzen, die mit einem Nierenfutter gefüttert werden, sollten unter regelmäßiger, ärztlicher Überwachung stehen. Bei der langfristigen Gabe von Nierenfutter kann z.B. ein Phosphormangel auftreten (die Symptome sind ähnlich wie die der chronischen Niereninsuffizienz). 

Die Konsistenz der Nierenmenüs von Fix-BARF ist etwas anders als gewohnt. Das kommt vom zugesetzten Pektin, das die Flüssigkeit im Menü bindet. Rühren Sie das Futter mit etwas laufwarmen Wasser an – aber bitte nicht zu warm, denn sonst dickt das Pektin noch mehr ein und außerdem gehen wichtige Vitamine verloren. Da die Katze nicht nur von klein an auf den Geruch des Futters sondern auch auf die Textur des Futters geprägt ist, kann es etwas Geduld erfordern, bis Ihre Katze die Nierenmenüs annimmt (das ist mit jedem anderen Futter ebenfalls der Fall). Wenn es um die Gewöhnung bzw. an die Umstellung auf die Nierenmenüs geht, dann lesen Sie bitte meinen Block zu diesem Thema, dort erhalten Sie wichtige Tipps dazu. 

Jetzt gebe ich Ihnen noch eine Übersicht über die verschiedenen Stadien der chronischen Niereninsuffizienz (CNI) – die häufigste Form der chronischen Nierenerkrankungen bei Katzen überhaupt: 

Stadium 1:

Kreatinin ist noch im Normalbereich, noch keine klinischen Symptome, Eiweiß/Kreatinin - Verhältnis ist normal. Die Katze wirkt gesund, es sind noch keine äußeren Anzeichen für eine Nierenerkrankung zu sehen. -> noch keine nachteilige Auswirkung auf die Lebenszeit

Stadium 2:
Kreatinin noch im oberen Normalbereich bis geringgradig erhöht, Eiweiß/Kreatinin -Verhältnis ist im Grenzbereich, nur wenige Katzen zeigen bereits hier erste Symptome wie vermehrtes Trinken oder häufigeren Urinabsatz. -> durchschnittliche Lebenserwartung ohne schützende Therapie 1151 Tage

Stadium 3:
Kreatinin mäßig über dem Normalbereich, Eiweiß/Kreatinin - Verhältnis erhöht, bereits 75% des Nierengewebes sind unwiederbringlich zerstört. Jetzt zeigen sich eindeutige Anzeichen wie häufiges Trinken und Urinieren, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen und stumpfes, struppiges Fell. -> durchschnittliche Lebenserwartung ohne schützende Therapie 679 Tage

Stadium 4:
Kreatinin und Eiweiß/Kreatinin - Verhältnis sind deutlich erhöht. Die Katze zeigt schwere Symptome wie starkes Erbrechen, Futterverweigerung, Austrocknung und Schwäche. -> durchschnittliche Lebenserwartung ohne symptomatische Therapie 35 Tage

Eine Nierenkost kann ab Stadium II notwendig werden – lassen Sie sich hierzu bitte von Ihrem Haustierarzt beraten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es vorkommen, dass zusätzlich noch ein Phosphatbinder eingesetzt werden muss – auch hier nur mit Anweisung des Tierarztes vorgehen und keinesfalls ohne Rücksprache zu Produkt und Dosierung zu einem solchen Präparat greifen.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne unter der Email-Adresse petra.von.quillfeldt@ebarf.de erreichen.

Alles Gute für Sie und Ihre Katze wünsche ich Ihnen!
>>> Hier geht es direkt zu unseren Nierenspezialfutter...


Bis zum nächsten Mal
Ihre Petra von Quillfeldt

FixBARF®
 
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