Wird meine Katze nicht krank von dem rohen Fleisch – es sind doch evtl. Salmonellen und Bakterien in dem Futter?

Es gibt immer wieder Stimmen, die laut werden, wenn es um Bakterien und Parasiten im rohen Fleisch geht. Wichtig ist zunächst zu wissen, dass bei der Rohfütterung nach der BARF-Methode kein Schweinefleisch gefüttert werden sollte. Der Grund: Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten, das die gleichnamige Krankheit auslöst, die auch als Pseudowut bekannt ist und zum Tode führt. Im nach deutschen Lebensmittelrecht kontrollierten Fleisch kommt bei uns schon lange kein Virus dieser Art mehr vor, aber bei frei lebenden Wildschweinen wird er hin und wieder immer noch nachgewiesen, sodass vorsichtshalber auf die Verfütterung von rohem Schweinefleisch ganz verzichtet werden sollte.

Parasiten, wie z. B. Wurmeier, werden zuverlässig durch Einfrieren abgetötet (mindestens 24 Std. bei -18 °C). Diese Praxis wird auch beim menschlichen Verzehr von rohem Fisch genutzt. Fisch, der roh für Sushi verwendet wird, muss laut Lebensmittelrecht vor der Verarbeitung für 48 Stunden bei -20 °C tiefgefroren werden, erst dann darf er in den Verkauf. In der Regel wird dies ebenso gehandhabt. Beim BARFen frieren wir unsere fertigen Futterrationen ein. Im Gegensatz zum Kochen bleiben beim Einfrieren fast alle Vitamine und Nährstoffe im Futter erhalten.

Bakterien und Parasiten kommen natürlich vermehrt im Futter vor, das mit Rohfleisch zubereitet wird. Deshalb ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Kühlung und eine hygienische Verarbeitung zu achten. Diese Vorsichtsmaßnahmen dienen besonders zu unserem eigenen Schutz, denn die Katze „sterilisiert“ in der Natur ihre Beute auch nicht. Es ist vielmehr so, dass sie mit den Belastungen durch Bakterien und Parasiten bestens zurechtkommt, ihr Organismus ist darauf ausgerichtet, diese zu vernichten. Im Magen der Katze herrscht ein sehr saures Klima mit niedrigen pH-Werten von 1 bis 2, was alles Schädliche abtötet.

Die Aufrechterhaltung dieses pH-Wertes wird gewährleistet, indem die Ernährung konsequent auf Rohfleisch umgestellt und keine Kohlenhydrate zugefüttert werden, denn dadurch würde der pH-Wert im Magen wieder steigen und die körpereigene Abwehr wäre dann nicht mehr sichergestellt. Dazu kommt, dass die Katze nur einwandfreies, frisches Fleisch frisst und sich somit ein Stück weit selbst schützt, denn sobald ein deutlicher Verwesungsprozess eintritt, lässt die Katze das Futter liegen.

FixBARF®
 
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