BARF – die artgerechteste Form der Ernährung von Hunden und Katzen

Was bedeutet „BARF“? 

Die Abkürzung BARF wurde erstmals von der Amerikanerin Debbie Tripp genutzt, um Menschen zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohen, frischen Zutaten ernähren. In diesem Zusammenhang bedeutet BARF Born Again Raw Feeders, zu Deutsch: wiedergeborene Rohfütterer. 

In Deutschland hat sich seit den 1990er Jahren die Bezeichnung Biologisch Artgerechtes Rohes Futter durchgesetzt.

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Artgerechte Fütterung nach dem Beutetierprinzip

Grundlage für das Barfen bildet das sogenannte Beutetierprinzip. Die gesündeste und artgerechteste Form seinen Vierbeiner zu ernähren besteht demnach darin, ganze Beutetiere zu verfüttern. Da dies aus logistischen und organisatorischen Gründen jedoch meist nicht möglich ist, stellt das Barfen die beste Alternative dar. 

Beim Barfen werden verschiedene frische Komponenten wie Muskelfleisch, Innereien und Knochen zu einer kompletten Mahlzeit – die einem natürlichen Beutetier in der prozentualen Zusammensetzung möglichst nahekommt – zusammengestellt. Auf diese Weise kann die Ernährung eines Fleischfressers in freier Wildbahn nachgeahmt werden.

Warum sollte ich meine Katze barfen?

Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: weil es die artgerechteste Form der Ernährung ist! Schaut man sich einmal genauer den Verdauungsapparat von Katzen an, wird schnell deutlich, dass dieser nicht auf die typischen Bestandteile eines Fertigfutters – wie z. B. Getreide – ausgelegt ist. 

Katzen sind Fleischfresser, die sich in freier Natur von ganzen Beutetieren wie Mäusen, Vögeln, Fischen, Ratten, Maulwürfen oder auch Insekten ernähren. Der komplette Verdauungsapparat und der Stoffwechsel der Katze sind daher auf den Konsum von tierischen Eiweißen und Fetten sowie dessen Verdauung ausgerichtet. 

Angefangen bei dem kräftigen Gebiss und den typischen Zähnen eines Karnivoren – die zum Fangen, Töten und Zerlegen der Beute dienen – ist auch der Magen auf tierische Nahrung ausgerichtet. Die dort stark konzentrierte Magensäure zerlegt tierische Proteine mühelos in kürzester Zeit und tötet gleichzeitig Keime und Bakterien ab. Der saure pH-Wert kann aber nur durch das Fressen von Fleisch aufrechterhalten werden. Pflanzliche Nahrung ist für Katzen deutlich schwerer verdaulich, weshalb der Hauptbestandteil eines Katzenfutters Fleisch sein muss.

Der Hund ist wie sein Vorfahr der Wolf ein Fleischfresser 

Auch Hunde ernähren sich bevorzugt, aber nicht ausschließlich, von Fleisch. Wie sein Vorfahr der Wolf würde sich auch der Hund in freier Wildbahn von ganzen Tieren ernähren und alles inklusive Innereien, Fell, Federn und Mageninhalt fressen. Da es sich bei den natürlichen Beutetieren in der Regel um Pflanzenfresser handelt, werden so auch vorverdaute pflanzliche Bestandteile aufgenommen. 

Ähnlich wie bei der Katze ist auch beim Hund der gesamte Verdauungsapparat, angefangen beim kräftigen Gebiss, auf Beutefang ausgerichtet. Anders als Katzen und Wölfe sind Hunde jedoch dazu in der Lage, kleine Mengen pflanzlicher Bestandteile nutzbringend zu verdauen. Grundsätzlich ist der Verdauungsapparat mit seiner starken Magensäure und dem vergleichsweise kurzen Darm aber auch auf die Verarbeitung von Fleisch ausgerichtet.

Welche Vor- und Nachteile bietet das Barfen?

Der größte Vorteil des Barfens liegt darin, dass gebarfte Tiere nachweislich einen besseren Gesundheitszustand haben, als ihre Artgenossen, die mit Fertigfutter ernährt werden. Glänzendes Fell, gesunde Haut, angenehmer Eigengeruch, mehr Ausgeglichenheit und ein zahnsteinfreies Gebiss – das sind nur einige positive Auswirkungen der Rohfleischfütterung.  

Ein weiterer Vorteil des Barfens ist, dass alle Zutaten selbst ausgesucht und zusammengestellt werden können. Man kann sich daher sicher sein, dass man 100 % gesund füttert und seinem Vierbeiner nicht unnötiger Weise Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe zuführt.

Vorteile auf einen Blick

  • guter Gesundheitszustand
  • stärkeres Immunsystem
  • starke Muskulatur, Knochen, Sehnen & Bänder
  • höhere Lebenserwartung
  • kleinere Kotmengen
  • mehr Aktivität und Ausgeglichenheit
  • Freude am Fressen
  • geringer Flüssigkeitsaufnahme
  • Fütterung natürlicher Zutaten
  • keine undurchsichtigen Deklarationen
  • keine Zusatzstoffe
  • artgerechte und bedarfsdeckende Fütterung

Um seinen Hund oder seine Katze artgerecht und vor allem bedarfsdeckend nach der BARF-Methode ernähren zu können, ist es vorab nötig, sich mit dem Thema BARF genauer auseinanderzusetzen. Gerade in der Anfangszeit kann die Fütterung mehr Zeit in Anspruch nehmen und recht aufwendig erscheinen, da es einige wichtige Dinge bei der Aufteilung, Zubereitung und Lagerung zu beachten gibt. Mit der Zeit stellt sich aber schnell Routine ein, sodass die meisten Nachteile des Barfens genau genommen gar keine (mehr) sind.

 

Nachteile auf einen Blick

  • Notwendigkeit, sich anfangs über BARF zu informieren
  • Umstellung kann u.U. etwas Zeit in Anspruch nehmen
  • es werden nicht immer (gleich) alle nötigen Bestandteile gefressen / vertragen
  • Gefahr der Mangel- oder Überversorgung
  • mehr Zeitaufwand
  • höherer Platzbedarf
  • bestimmte Regeln müssen eingehalten werden
  • Fell- und Blutuntersuchungen notwendig

Neben diesen vermeintlichen Nachteilen gibt es auch Risiken beim Barfen, die genaugenommen jedoch bei jeder Fütterungsmethode bestehen und mit etwas Umsicht und einem guten Ernährungsplan in der Regel nicht auftreten. 

Risiken auf einen Blick

  • Kontamination der Nahrung mit Krankheitserregern oder gesundheitsschädigenden Substanzen
  • Fehler bei der Rationsgestaltung
  • ernährungsbedingte Entstehung von Krankheiten

Um seinen Hund oder seine Katze artgerecht und vor allem bedarfsdeckend nach der BARF-Methode ernähren zu können, ist es vorab nötig, sich mit dem Thema BARF genauer auseinanderzusetzen. Gerade in der Anfangszeit kann die Fütterung mehr Zeit in Anspruch nehmen und recht aufwendig erscheinen, da es einige wichtige Dinge bei der Aufteilung, Zubereitung und Lagerung zu beachten gibt. Mit der Zeit stellt sich aber schnell Routine ein, sodass die meisten Nachteile des Barfens genau genommen gar keine (mehr) sind. 

Neben diesen vermeintlichen Nachteilen gibt es auch Risiken beim Barfen, die genaugenommen jedoch bei jeder Fütterungsmethode bestehen und mit etwas Umsicht und einem guten Ernährungsplan in der Regel nicht auftreten.