Liebe Leserinnen und Leser, 

heute geht es allgemein um die (gesunde) Ernährung Ihrer Katze, denn: 

In der Natur ernährt sich die Katze von Mäusen, Ratten, Vögeln, kleinen Eichhörnchen, Kaninchenjungen, Käfern und sonstigen kleinen Nagern und Insekten. Der reine Carnivor Katze ist ein Beutetier-Fresser, der auf tierisches Eiweiß und Fett angewiesen ist. Die ideale Ernährung wäre also eine reine Rohfütterung kompletter Beutetiere einschließlich Knochen, Mageninhalt, Sehnen, Federn und Haut etc. Diese natürliche Rohfütterung nennt sich „BARFen“. Da in der Regel noch Zusätze an Nährstoffen notwendig sind, ist eine genaue Kenntnis der Zusammensetzung der Beutetiere und der notwendigen Nährstoffe für ein gesundes Katzenleben wichtig. Nicht jeder Katzenhalter hat die Zeit und/oder das Interesse, sich in diese Materie einzuarbeiten, deshalb wird sehr häufig industriell hergestelltes Katzenfutter verwendet. 

 

Was ist eigentlich in der Dose? 

Zunächst geht es um „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen". 

 

Tierische Nebenerzeugnisse sind nichts anderes als - laut der „!B Verordnung (EG) des europäischen Parlaments“ - Tierkörperteile oder Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, einschließlich Embryonen, Samen, Gülle, zerkleinertes Fell, Knochen, Federn, Schnäbel, Wolle und etliches mehr. Tierische Nebenprodukte können sehr wohl hochwertige Zutaten sein, z. B. Innereien wie Leber oder Magen, dann sind sie aber meist gesondert auf dem Etikett vermerkt, denn der Hersteller wirbt damit für sein qualitativ hochwertiges Fleisch. Im anderen Fall kann der Verbraucher nicht nachvollziehen, wie hoch der Anteil an Klauen, Federn oder Darm und Blase mit Inhalt im gekauften Tierfutter ist. Und hierbei handelt es sich keinesfalls um „gute“ Nebenprodukte, auch wenn die Tierfuttermittel-Industrie damit wirbt, dass die Haustiere ja auch in der Natur das komplette Tier fressen und nicht nur das Fleisch. Stimmt. Aber: Die Menge macht den Unterschied!

Lt. EU-Verordnung wird dieses Material der „Kategorie 3“ entweder vernichtet oder in der Kosmetik- und Pharmaindustrie, zu technischen Zwecken oder eben im Tierfutter verwendet. 

In vielen Katzenfuttern ist der Anteil an pflanzlichen Bestandteilen sehr hoch, in Trockenfutter finden wir bis zu 60 %! Hinter der Angabe „pflanzliche Bestandteile“ können sich alle denkbaren Getreidesorten oder auch Mischungen daraus verbergen. Häufig werden Mais- und Sojaprodukte eingesetzt, die nach neueren Untersuchungen Allergieauslöser Nr. 1 sind für Katzen, die an einer Nahrungsmittelallergie leiden! Dazu kommt, dass verschiede Enzyme, die für die Verarbeitung von Kohlenhydraten (Zucker, Stärke, Zellulose) bei den Allesfressern sorgen, bei der Katze nicht oder nur in sehr geringen Mengen vorhanden sind, was verhindert, dass die Fähigkeit zur Verstoffwechselung von größeren Glukosemengen (Einfachzucker, Traubenzucker) eingeschränkt ist. Nierenerkrankungen, Harnsteine und Diabetes sind häufig Folgen einer überhöhten Kohlenhydratzufuhr. Als pflanzliche Nebenerzeugnisse landen fast ausschließlich Abfälle der Industrie im Futter. Beispielsweise sind Erdnussschalen ein gern verwendeter pflanzlicher Stoff. Daneben landet Zellulose unbekannten Ursprungs (z.B. aus Holzabfällen/Baumwolle) im Futter, auch Stroh wird mitunter beigemengt. Außerdem kommen Abfälle aus Brauereibetrieben oder der Stärkegewinnung (z.B. Maiskleber(mehl)) im Katzenfutter. All das kann zu Allergien führen oder diese verschlimmern. Viele der Inhaltsstoffe verursachen Magen-Darm-Störungen in Form von Schmerzen, Blähungen und Durchfall. 

 

Öle und Fette, die in der Futtermittelherstellung verwendet werden, sind oft nicht die reinen Fette, so wie wir sie kennen. Es sind vielmehr häufig Abfallfette, z. B. altes Frittierfett und andere Altölreste der Lebensmittelindustrie, die verarbeitet werden. Sie werden zunächst, wie gesetzlich vorgesehen, zur technischen Verarbeitung weitergegeben, dort werden die Fettsäuren isoliert und gelangen so wieder in den Kreislauf der Tierfutterherstellung. Neben den genannten Zutaten gibt es noch unzählige Zusatzstoffe an Mineralien, Vitaminen, Konservierungs- und Farbstoffen, Geschmacksverstärker, Aromen, Fettsäuren usw., in den überwiegenden Fällen in Form von chemischen Zusätzen, damit die Katze das Futter überhaupt annimmt. 

 

Woran erkenne ich ein „gutes“ Futter?

  • Kaufen Sie Ihr Futter nicht im Supermarkt, dort gibt es nur minderwertiges Futter
  • Die Inhaltsstoffe sind genau deklariert, also z.B. Rindfleisch, Leber, Herz etc.
  • Achten Sie auf einen hohen Fleischanteil von mind. 80 %
  • Kohlenhydrate (Zucker, Getreide, Reis etc.) haben im Katzenfutter nichts zu suchen
  • Je geringer die notwendige Futtermenge pro Tag und pro Katze, desto hochwertiger ist das Futter (z.B. minderwertiges Dosenfutter Tagesdosis 350 - 420 g, Rohfutter Tagesdosis 120 – 150 g)
  • Es sollten keine Konservierungs- und Farb-, Aroma, und Füllstoffe enthalten sein
  • Verzichten Sie auf Trockenfutter! Die Katze ist ein Wüstentier, ihr Durstempfinden ist kaum ausgeprägt, sie nimmt niemals soviel Wasser extra zu sich, wie sie benötigt um den Wassermangel durch das Trockenfutter auszugleichen. Nierenschäden sind sehr oft die Folge einer Trockenfutter-Fütterung

Wenn möglich, dann stellen Sie auf Rohfütterung um, Buchempfehlung dazu: „Katzen BARFen“ vom Verlag Oertel & Spörer, Außerdem gibt es hier bei ebarf.de das von mir konzipierte Alleinfutter von hoher Qualität, das gefroren verschickt wird: Fix-BARF® in verschiedenen Geschmackssorten und auch für chronisch kranke Katzen!  

Wenn Sie Fragen zur Rohfleischernährung und zu den Fix-BARF-Produkten haben, können Sie mich gerne anschreiben unter: petra.von.quillfeldt@ebarf.de. 

 

Ihre Petra von Quillfeldt