BARF für Hunde – die natürliche Art der Ernährung

Gut für den Einstieg: Barfen mit Hilfe eines Futterplans

Barfen ist die gesündeste und artgerechteste Form der Ernährung von Hunden. Gerade am Anfang kann einem die Rohfütterung jedoch sehr komplex und kompliziert vorkommen, weshalb eine gewisse Beschäftigung mit dem Thema und das Erstellen eines individuellen Futterplans für den eignen Vierbeiner sehr sinnvoll sein kann.

Als Richtwert gilt: ein gesunder, ausgewachsener Hund mit normaler Aktivität sollte täglich 2 - 3 % seines Körpergewichtes als Gesamtfuttermenge erhalten. Bei der Zusammensetzung der Mahlzeiten sollte man sich an der prozentualen Zusammensetzung eines natürlichen Beutetieres orientieren. Es ist jedoch nicht notwendig, jeden Tag alle Komponenten zu verfüttern: für eine bedarfsdeckende Ernährung reicht es vollkommen aus, wenn alle wichtigen Komponenten innerhalb von etwa vier Wochen verfüttert werden.

Fütterung nach dem Beutetierprinzip

Bevor Sie mit der Erstellung Ihres Futterplans beginnen, sollten Sie sich zunächst überlegen, ob Sie Ihren Hund mit oder ohne Getreide füttern möchten. Grundsätzlich kommt die getreidefreie Fütterung der Aufteilung nach dem Beutetierprinzip näher, eine Fütterung mit Getreide ist aber auch problemlos möglich, sofern Ihr Hund keine bekannten Allergien hat. 

Um genau zu verstehen, was es bedeutet, seinen Hund nach dem Beutetierprinzip zu barfen, ist es sinnvoll, sich den Aufbau eines typischen Beutetieres – beispielweise eines Kaninchens – einmal genauer anzusehen: In der freien Wildbahn fressen Karnivoren ihre Beutetiere in der Regel nahezu komplett auf. Prozentual gesehen nehmen sie somit ca. 50 % Fleisch und Fett, 20 % innere Organe, 20 % Fell und Darminhalt sowie 10 % Knochen zu sich. 

Barfen nach dem Beutetierprinzip ohne Getreide 

Bei der getreidefreien Fütterung sollten angelehnt an das Beutetierprinzip 80 % tierische und 20 % pflanzliche Bestandteile verfüttert werden. Der pflanzliche Anteil sollte sich wiederum aus 75 % Gemüse und 25 % Obst zusammensetzen, welches immer gekocht oder fein püriert serviert werden muss, damit der Hund die darin befindlichen Nährstoffe aufnehmen kann. In freier Wildbahn wird der pflanzliche Anteil in Form von Fell und vorverdautem Mageninhalt aufgenommen.

Der tierische Anteil sollte sich in 50 % durchwachsenes Muskelfleisch mit einem Fettanteil von 15 % - 25 %, 20 % Pansen/Blättermagen, 15 % gemischte Innereien – dazu zählen z. B. Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz – sowie 15 % rohe fleischige Knochen (RFK) aufgliedern. 

Barfen mit Zugabe von Getreide

Sofern Sie sich für das Barfen mit Getreide entscheiden, muss die Aufteilung der einzelnen Bestandteile etwas angepasst werden: der Anteil tierischer Komponenten wird auf 70 % gesenkt, der der pflanzlichen auf 30 % angehoben.

Der tierische Anteil sollte sich dann aus 50 % durchwachsenem Muskelfleisch mit einem Fettanteil von 15 % - 25 %, 20 % rohen fleischigen Knochen (RFK), 15 % Pansen/Blättermagen und 15 % gemischten Innereien wie z. B. Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz zusammensetzen. Der pflanzliche Anteil untergliedert sich in 40 % Getreide, 40 % Gemüse und 20 % Obst. Genau wie Gemüse und Obst kann Getreide in seiner natürlichen Form nicht vom Hund verwertet werden, weshalb es stets gekocht serviert werden sollte.

Nahrungsergänzungsmittel runden die BARF-Mahlzeiten ab

Egal, für welche der beiden Varianten Sie sich entscheiden, die Zugabe gewisser Nahrungsergänzungsmittel ist in jedem Fall sinnvoll und nötig. Dabei kann zwischen notwendigen und optionalen bzw. situativen Zusätzen unterschieden werden. Detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Zusätzen finden Sie auf der Seite „Nahrungsergänzungsmittel – was braucht mein Hund und wozu?“.  

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