Zusammensetzung des Fix-BARF-Nierenspezialfutters

Liebe Leserinnen und Leser,

du erhältst bei uns im Onlineshop drei verschiedene Fix-BARF-Menüs für Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen. Aktuell erhältlich sind die Sorten Rind/Pute, Huhn/Rind und Ente/Huhn.

Es wird in jedem dieser Menüs Geflügelfleisch verwendet und das hat seinen Grund. Es handelt sich bei Geflügelfleisch um besonders hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß. Geflügel bzw. Vögel gehören zu den natürlichen Beutetieren von Katzen, deshalb wird es meist gerne von ihnen gefressen. Bei der nierenkranken Katze ist die Akzeptanz des Futters besonders wichtig, denn diese Katzen werden oft von Übelkeit und Erbrechen geplagt und das macht sie besonders wählerisch bei der Futteraufnahme.

 

Das Besondere an Fix-BARF renal Nieren-Menüs

  • anders als herkömmliches Nierenfutter ist Fix-BARF® renal völlig getreidefrei und enthält – abgesehen von den nötigen Ballaststoffen (die in rohem Zustand nicht vom Körper der Katze aufgeschlossen werden können) und Pektin (Bindemittel, gewonnen aus reifen Äpfeln, es hemmt die Entstehung von Ammoniak und Harnstoff im Dickdarm) – keine Kohlenhydrate
  • es sind auch keine sonstigen pflanzlichen Bestandteile oder Zusatzstoffe enthalten. Der Ballaststoffanteil ist erhöht auf 10 %. Verwendet wird Kürbis um den häufig vorkommenden Magen-Darm-Problemen bei nierenkranken Katzen etwas vorzubeugen. Kürbis wirkt sehr beruhigend und unterstützend auf die Darmfunktion und Verdauung. Da Katzen in aller Regel eher zu Verstopfung neigen, wird dies – nach eigenen Erfahrungen – gut vertragen.
  • der Phosphorgehalt ist deutlich reduziert um etwa 30 % des Bedarfswertes, (Reduktion des Phosphatgehaltes auf 170 mg/MJ UE (Megajoule Umsetzbare Energie)), also auf ca. zwei Drittel des Erhaltungsbedarfs. Mit dieser Maßnahme werden die Nieren deutlich entlastet
  • der Calciumgehalt ist so berechnet, dass ein noch günstiges Ca/P (Calcium/Phosphor) Verhältnis von 1,4/1 erhalten bleibt, trotz deutlicher Reduktion des Phosphors
  • der Eisenbedarf ist bei Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen in der Regel höher als bei gesunden Tieren, häufig entwickelt sich unter der Erkrankung eine Anämie. Deshalb wurde in den Rezepten die Eisenzufuhr erhöht auf 150 %
  • das Kalium wurde nicht erhöht, der Natriumgehalt angepasst an ein Verhältnis von Ka/Na von 1,9 bis 2,1/1 – damit ein etwas verringerter Natriumgehalt möglich war bei stabilem Ka/Na-Verhältnis
  • der Eiweißgehalt ist bedarfsdeckend (und somit nicht zu hoch!). Die Fix-BARF renal-Menüs sind auf ca. 15 g verdauliches Rohprotein je MJ UE eingestellt. Da die Nierenmenüs mit hochwertigem und hochverdaulichem Muskelfleisch zubereitet werden und – bis auf die Ballaststoffe und Pektin – ausschließlich aus tierischen Produkten bestehen, ist die Akzeptanz der Katzen auf dieses Futter gut bis sehr gut
  • es werde keine bindegewebshaltigen Fleischsorten (z.B. Nackenfleisch, Schlundfleisch, Mägen etc.), keine Sehnen, Knorpel und anderes verwendet, somit bleibt durch Verwendung von hochwertigem tierischen Eiweiß die Menge an Stickstoffverbindungen im Darm und damit die Menge des durch bakterielle Abbauprozesse durch die Darmflora entstehenden Ammoniaks im Dickdarm auf ein Minimum beschränkt. Die zusätzliche Gabe von fermentierbarem Pektin hemmt außerdem die Entstehung von Ammoniak und Harnstoff
  • durch die Erkrankung werden vor allem wasserlösliche Vitamine aus dem Körper ausgeschwemmt und somit besteht ein erhöhter Bedarf an den B-Vitaminen, Biotin und Folsäure. Der erhöhte Bedarf dieser Vitamine wurde in den Rezepturen berücksichtigt.
  • um der Polyurie (verstärkter Harnabsatz) bei nierenkranken Katzen entgegenzuwirken, können die Fix-BARF® renal-Menüs mit ca. 30 ml warmen Wasser angerührt werden, ehe sie sie verfüttert werden. Viele Katzen lieben diese warme Suppe
  • der Energiegehalt durch Fett ist in den Fix-BARF renal-Menüs erhöht (jedoch nicht der Gesamtenergiegehalt in der Portion). Damit geht ein erhöhter Vitamin-E-Bedarf einher (Antioxidans) aber auch eine verringerte Eiweiß- und Phosphatmenge. In den Nierenmenüs ist eine 50 % über dem Bedarf liegende Menge an Vitamin E enthalten. Durch den erhöhten Fettgehalt in der Rezeptur steigt die Akzeptanz, da Katzen fettliebende Carnivoren sind
  • um eine Phosphatmenge unterhalb des Bedarfs zu erreichen, wird Eiklar eingesetzt. Dabei handelt es sich um hochverdauliches Eiweiß, das kein Phosphat enthält. Das Eiweiß (bzw. Eiklar) enthält im rohen Zustand ein Protein, das die Aufnahme des für die Katze sehr wichtigen Vitamins Biotin hemmt. Deshalb wird das Eiweiß für unsere Nierenrezepturen gegart und dann ins Menü gegeben.
  • der Anteil an Lachsöl (enthält viele Omega 3–Fettsäuren) beträgt 2 g / pro kg Futter

 

Besondere Hinweise zum Nierenspezialfutter für Katzen

Grundsätzlich wird ein Nierenfutter bei chronischen Nierenerkrankungen erst auf Anraten des Haustierarztes mit vorheriger Diagnose und Einschätzung der Schwere der Erkrankung eingesetzt. Bitte füttere die Nierendiät nicht länger als sechs Monate – suche spätestens dann deinen Haustierarzt zur Kontrolle auf, denn Katzen, die mit einem Nierenfutter gefüttert werden, sollten unter regelmäßiger, ärztlicher Überwachung stehen.

Jetzt gebe ich dir noch eine Übersicht über die verschiedenen Stadien der chronischen Niereninsuffizienz (CNI) – die häufigste Form der chronischen Nierenerkrankungen bei Katzen überhaupt:

Stadium 1:

Kreatinin ist noch im Normalbereich, es gibt noch keine klinischen Symptome, das Eiweiß/Kreatinin-Verhältnis ist normal. Die Katze wirkt gesund, es sind noch keine äußeren Anzeichen für eine Nierenerkrankung sichtbar und es gibt keine nachteilige Auswirkung auf die Lebenszeit.

Stadium 2:

Kreatinin ist noch im oberen Normalbereich bis geringgradig erhöht, das Eiweiß/Kreatinin-Verhältnis ist im Grenzbereich, nur wenige Katzen zeigen bereits hier erste Symptome wie vermehrtes Trinken oder häufigeren Urinabsatz. Die durchschnittliche Lebenserwartung ohne schützende Therapie liegt bei 1151 Tagen.

Stadium 3:

Kreatinin ist mäßig über dem Normalbereich, das Eiweiß/Kreatinin-Verhältnis ist erhöht, bereits 75 % des Nierengewebes sind unwiederbringlich zerstört. Jetzt zeigen sich eindeutige Anzeichen wie häufiges Trinken und Urinieren, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen und stumpfes, struppiges Fell. Die durchschnittliche Lebenserwartung ohne schützende Therapie liegt bei etwa 679 Tagen.

Stadium 4:

Kreatinin und das Eiweiß/Kreatinin-Verhältnis sind deutlich erhöht. Die Katze zeigt schwere Symptome wie starkes Erbrechen, Futterverweigerung, Austrocknung und Schwäche. Die durchschnittliche Lebenserwartung ohne symptomatische Therapie liegt bei nur noch 35 Tagen.

Eine Nierenkost kann ab Stadium II notwendig werden – lasse dich hierzu bitte von deinem Haustierarzt beraten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es vorkommen, dass zusätzlich noch ein Phosphatbinder eingesetzt werden muss – auch hier bitte nur mit Anweisung des Tierarztes vorgehen und keinesfalls ohne Rücksprache zu Produkt und Dosierung zu einem solchen Präparat greifen. 

Solltest du noch weitere Fragen zu unserem Nierenspezialfutter haben, kannst du mich gerne unter petra.von.quillfeldt@ebarf.de kontaktieren.

 

Alles Gute für deine Katze wünscht dir

Deine Petra von Quillfeldt